Wie ist der Verlauf einer homöopathischen Behandlung in meiner Praxis?
Zum vereinbarten Termin bringe bitte sämtliche Befunde von Ärzten und Behandlern mit, die momentan eingenommenen Medikamente und – falls vorhanden – Deinen Impfpass.
Um das für Dich passende homöopathische Arzneimittel herauszufinden, muss Deine individuelle ganzheitliche Befindlichkeit möglichst exakt erfasst werden. Dies geschieht in erster Linie durch eine sehr ausführliche Anamnese (= Erfragen und Erfassen des Gesundheitszustandes).
Diese homöopathische Anamnese braucht bei chronischen Krankheiten ca. 1,5 – 2 Stunden. Du schilderst zunächst Deine aktuellen Beschwerden. Danach sprechen wir über solche Beschwerden, die Du in der Vergangenheit hattest, über deren Verlauf und wie diese behandelt wurden. Das geht zurück bis zu Deiner Geburt. Hinzu kommen die Krankheitsdiagnosen der nächsten Blutsverwandten.
Im Anschluss an diesen ersten Termin strukturiere ich das Ergebnis der Fallaufnahme und suche anhand des Repertoriums (= Nachschlagwerk, nach Symptomen geordnet) und der homöopathischen Arzneimittellehren (= Beschreibung der einzelnen homöopathischen Mittel) ein individuelles, auf Deinen Zustand möglichst passendes homöopathisches Medikament aus.
Dies kann zwei bis drei Tage dauern. Ich melde mich bei Dir und teile Dir mit, welches homöopathische Medikament ich verordne und wie es einzunehmen ist.
Falls Du – wie die meisten Menschen – bereits Medikamente einnimmst, egal ob schulmedizinisch oder aus dem Bereich der Alternativmedizin, nimm diese bitte wie gewohnt weiter. Abgesehen davon, dass es gefährlich sein kann, bestimmte schulmedizinische Medikamente plötzlich abzusetzen, erschwert das Absetzen auch die Verlaufskontrolle der homöopathischen Behandlung. Es stellt sich dann nämlich die Frage: Kommt die eingetretene Änderung des Befindens von der Wirkung des homöopathischen Mittels oder vom Absetzen der bisher eingenommenen Medikamente?
Während der Zeit der Mitteleinnahme bleiben wir telefonisch in Kontakt, damit wir die Entwicklung besprechen und ich den Verlauf einschätzen kann. Was hat sich durch die Einnahme des Mittels verändert? Sind Symptome verschwunden? Hat sich das Allgemeinbefinden verändert? Sind Ausscheidungsreaktionen aufgetreten (z.B. Durchfall, vermehrtes Schwitzen)? Gab es „überschießende“ Reaktionen, dh. vorhandene Beschwerden haben sich zunächst verstärkt?
Das Auftreten von Ausscheidungsreaktionen oder die sog. „Erstverschlimmerung“ sind positive Signale des Körpers im Sinne von Entgiftungsreaktionen. Diese sind nur vorübergehend und durch Anpassungen der Dosis des homöopathischen Mittels gut zu steuern.